„Fisch und Gäste stinken nach drei Tagen“ sagt der Volksmund in einem treffenden Vergleich der begrenzten Haltbarkeit von Fischen mit dem Lästigfallen von Besuchern.
Bei mir nicht! Fisch verzehre ich grundsätzlich fangfrisch und Gäste halten es eh nicht länger als drei Tage bei mir aus. Dafür sorgt schon meine eigenwillige Geselligkeit.
Womit wir beim Thema sind: Nach langer Zeit gab es bei uns in Gera wieder ein Haseländer Familientreffen.
Trudi, meine Enkeltochter, mein Sohn Champ und Tante Sari machten Großväterchen Torin ihre Aufwartung (im Foto von links nach rechts).
Natürlich ist meine Mama Frieda auch mit angereist. Doch sie war etwas unpässlich, hatte wohl Hitzewallungen und konnte sich nicht am gemeinsamen Fotoshooting beteiligen. Hier deshalb ein Einzelfoto vom Mütterchen.
Gespannt war ich schon, als die Meute am Gartentor stand. Was mich da wohl erwartet?
Trudi lief sofort zum Gartenteich, um sich die Füße zu waschen. Von einem Vollbad konnte ich sie gerade noch zurückhalten. Wer hat dem Mädel nur solch penible Hygiene beigebracht?
Mit Sari lustwandelte ich im Schatten des großen Kirschbaums.
Anfangs war sie ja noch ganz verträglich …
… doch plötzlich wird das Weib zickig – mein Frauchen findet das auch noch lustig.
Und von diesen Gartenzwergen Unterstützung zu erwarten, ist pure Illusion.
Am besten, ich nehm das ganze Rudel mit auf eine Erkundungstour durch Felder und Wiesen. Hier kann man sich richtig austoben.
Bei passender Gelegenheit wird die Rangordnung mit dem Sohn hergestellt. Wird höchste Zeit mit dem Bengel mal Tacheles zu reden.
„Was macht der Opa denn mit meinem Papa?“ fragt Trudi besorgt.
Doch der flüchtet nach meiner Erziehungsmaßnahme erst mal ins Kornfeld …
… und guckt dann keck, ob die Luft wieder rein ist.
Eine Abkühlung tut jetzt allen gut.
„Papa Torin, darf ich ins Wasser?“ Na also, der Bub hat seine Lektion gelernt. „Ja, mein Sohn. Aber Vorsicht, das ist nicht der Dorfteich von Merzen!“
Die Badeaufsicht für Trudi übernehm ich natürlich selbst und weiche nicht von ihrer Seite.
Die Kleine hat ein unwiderstehliches Parfüm aufgelegt.
Ziemlich erschöpft trabt das Haseländer Rudel nach Hause. Ein schöner Besuchstag geht zu Ende.